Fahnen und Beute
Das Museum Altes Zeughaus besitzt eine kleine, aber bedeutende Fahnensammlung, die zurück geht bis ins 15. Jahrhundert. Hierzu gehören die Beutefahnen aus den Kriegen der Alten Eidgenossenschaft insbesondere aus den Burgunderkriegen. Diese erbeuteten Standarten wurden ursprünglich in Kirchen als Trophäen aufgehängt. Im 17. Jahrhundert gelangten sie dann ins Zeughaus.
Ein weiteres bedeutendes Banner ist das Juliusbanner von Solothurn. Nach dem Pavierzug von 1512 schenkte Papst Julius II. den an den Kriegen beteiligten Orten der Alten Eidgenossenschaft eine Standarte. Diese unterschieden sich von gewöhnlichen Standesfahnen durch ein Eckquartier, welches Szenen aus dem Leben Jesu zeigt. Das Banner von Solothurn zeigt den vor Christus knienden Stadtheiligen St. Urs.
Aus dem 17. / 18. Jahrhundert stammen die Stadtbanner, die damals bereits in den Mauern des Zeughauses aufbewahrt wurden. Zudem gehören Regimentsfahnen von Angehörigen der Familien, die im Dienste des französischen Königs standen, zur Museumssammlung. Sie wurden ebenfalls immer schon im Zeughaus gelagert.
Bei den Fahnen neueren Datums (19. und 20. Jahrhundert) handelt es sich vorwiegend um Vereinsfahnen (insb. von Schützenvereinen) sowie Regiments-, Bataillons- und Kompaniefahnen der Schweizer Armee.








